Sonntag, 10. Februar 2013
Die Spatzenhymne
Adler, Habicht, Sperber, Falke,
Sind der Voegel stolze Schar
Mächtig durch die Kraft der Schwingen
Und das Auge stolz und klar!
Auf und nieder, auf und nieder,
Und die Blicke himmelwärts
Schweben sie voll Selbstvertrauen,
Und voll Jubel ist das Herz.
Wer sind wir? Drei kleine Spatzen.
Gar nicht stark, und Stolz wär Scherz!
Keine Macht ist in den Schwingen,
Fuer die Höhe fehlt das Herz.
Doch in einem sind wir Meister,
Werden keinen Kampf verlieren
Im Fröhlichmachen alle Geister,
Im Zwitschern, Singen, Jubilieren.
Beugt Euch vor der Schöpfung Meister,
Vor dem Schaffer aller Gaben
Der nicht nur die Grossen, Starken,
Der die Schwachen auch wollt haben!
Muskelkraft birgt keine Feinheit,
Gross allein, ist noch kein Schatz
Lacht ihr ueber seine Kleinheit,
Singt Euch etwas Euer Spatz!
By : George Pfeffer
*** Anmerkung :
Ich habe dieses Gedicht meines Vaters mit voller Absicht mitten zwischen die Kapitel gesetzt, obwohl es scheinbar nichts mit dem Geschehen zu tun hat, aber..... hat es eben doch!
Die Spatzenhymne ist eine Hommage an das Verkannte, das Schwache und das Kleine, das sich anscheinend nicht wehren kann gegen alles Mächtige , und das doch stark genug ist nicht nur zu überleben , sondern auch so manches Mal der Stärkere zu sein. Das Schwäche eine Stärke sein kann, oft verkannt, aber dennoch triumphierend, das war die Lektion die mein Vater lernte, an der Seite einer sehr starken Frau, in einer Zeit, in der Frauen ein kompliziertes Leben hatten. Er war zeitlebens ein "Feminist", er vertraute Frauen mehr als Männern und vor allem traute er ihnen sehr viel mehr zu, als die meisten anderen. Seine "Spatzen" waren die Frauen in seinem Leben....
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