Das Haus wurde umgebaut, das Grundstück eingezäunt und endlich hatten wir wieder einen festen Wohnsitz und die feste Überzeugung , dass Hitler in Österreich keinerlei Zukunft haben könnte.....der Prophet zählt wenig im eigenen Lande!
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| Familie und Freunde in unserem Salzburger Haus.... |
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| Meine Eltern |
Wir verbrachten jedes Jahr von April bis September in Salzburg und diese Zeit gehoerte zur schönsten meiner Jugend. Ich wurde Mitglied bei einem Sportclub und machte mein Sportabzeichen, lernte Skifahren und hatte viele Freunde.
Es wimmelte natürlich auch in Salzburg von Nazis, aber es gab relativ wenige jüdische Familien dort und so hatten die Leute wenig zu hassen.
Unser Haus lag am Fuss des Gaisberges. Auf dem Berg gab es eine Segelfliegerschule. Die Strasse hinauf war sehr gepflegt, denn auf ihr wurde das Gaisbergrennen gefahren.
Es wimmelte natürlich auch in Salzburg von Nazis, aber es gab relativ wenige jüdische Familien dort und so hatten die Leute wenig zu hassen.
Unser Haus lag am Fuss des Gaisberges. Auf dem Berg gab es eine Segelfliegerschule. Die Strasse hinauf war sehr gepflegt, denn auf ihr wurde das Gaisbergrennen gefahren.
Hitler war nun bereits seit zwei Jahren an der Macht und das Volk wurde immer fanatischer, sei Zulauf hielt unvermindert an. Damit hatten viele nicht gerechnet. Die Juden waren anfänglich überzeugt das sich ein System, wie das nationalsozialistische, in einem Land von dem kulturellen Stand Deutschlands, niemals halten könnte .... Ein schwerwiegender Irrtum, wegen dem viele jüdische Familien, die sich eine Abreise hätten leisten können in Deutschland blieben. Dann war es dafür zu spät Es kamen die Nürnberger Gesetze, unter denen ein menschenwürdiges Leben für einen Juden unmöglich wurde.
Es war eine Zeit die seltsame Blueten hervorbrachte, wie einen Hellseher namens Hanussen. Eric Jan Hanussen, so nannte er sich selber jedenfalls. Fredy kannte ihn noch aus seiner Jugendzeit, sie waren damals gemeinsam engagiert worden und eigentlich hiess er Steinschneider und kam aus Rumänien .
Hanussen war berühmt und reich, er fuhr mit einem Rolls Royce und war der Herausgeber einer eigenen Zeitschrift, in der er die Taten Hitlers in den Himmel hob und desses Glück den Sternen zuschrieb.
Bei den Juden sagt man "Wenn ein Jud' blöd ist, ist er ganz besonders blöd " und das traf in diesem Fall auch auf Hanussen zu...
Eines Tages sass dieser mit "Freunden" in einem Restaurant und trank ( was Juden ja im allgemeinen nicht tun), und rühmte sich , dass ihm nie etwas passieren könne da er mit dem Polizeipräsidenten Berlins , Graf Helldorf, bekannt sei, der ihm dazu noch viel Geld schulde, so dass er ihn immer schützen würde ...
Hitler hoerte davon, setzte Graf Helldorf ab und versetzte ihn nach Potsdam....Hanussen fand man kurz darauf in einem Wäldchen bei Baruth nahe Berlin, erschlagen auf .
Sein Manager, V.W. Frischauer ein grosser, blauäugiger , eleganter Mann, dem man sein Judentum nicht ansah, bot sich unserer Bühne als Impresario an. Wir engagierten ihn und spielten von da ab fast nur noch in sehr grossen Theatern und Varietés Deutschlands, Österreichs, Tschechoslowakei, Ungarn, Schweiz und auch Hollands.







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